Kalibrier-Service
Warum Kalibrieren?
  Das Gesetz fordert oft von Ihnen, dass ein Produkt einen Kalibriernachweis hat.
Ob nur Werkskalibrierung nach ISO 9000 oder DKD Kalibrierungen, wir kalibrieren Ihre Messmittel gerne. Unter Kalibrierung finden Sie weitere Details. Oder haben Sie Messmittel die wir nicht aufgelistet haben? Kein Problem - wir bieten Ihnen auch Kalibrierungen für viele andere Produkte.
Was kann ATP für Sie tun?
  • Präzise Kalibration, gemäss genannter Anforderungen.
  • Reparaturen, Instandsetzung und Zertifizierung der Messgeräte.
  • Wir bieten Ihnen eine Rückruf-Prozedur!
Information und Preise
Preise für Kalibration können individuell für Geräte angefragt werden.

Für weitere Information oder Angebot kontaktieren Sie uns unter Service[at]atp-messtechnik.de
Das Kalibrieren
Eine Organisation, die gemäss ISO 9000 zertifiziert ist und die Instrumente
als Kontrollsystem einsetzt, unterliegt den Bestimmungen der Prüfmittel-Überwachung gemäss den Normen DIN EN ISO 9000ff, Artikel 4.11.

Welche Punkte müssen dabei beachtet werden?

  • Kontrolle muss gemäss der erforderlichen Genauigkeit der entsprechenden Richtlinien sein.
  • Kontrolle muss gemäss den entsprechenden National-Standards sein.
    Die ISO 9000 Norm entspricht der "Zurückführbarkeit zum Nationalen Standard".
  • Ein Zertifikat, ausgestellt von einer autorisierten Stelle, macht sicher, dass die Anforderungen gemäss ISO 9000 garantiert sind.

Das Kalibrieren (die Kalibration) ist in der Metrologie eine Messprozess zur Feststellung und Dokumentation der Abweichung eines Messgerätes oder einer Maßverkörperung vom richtigen Wert, dargestellt durch ein Referenznormal.

Zu einer Kalibrierung gehört die Definition des Messprozesses (Umgebungsbedingungen, erforderliche Normale, Vorgehensweise)

Erstellung eines mathematischen Modells zur Auswertung der Kalibrierung unter Berücksichtigung aller bekannten systematischen Einflüsse eine Unsicherheitsanalyse mit Hilfe des mathematischen Modells

Angabe eines vollständigen Ergebnisses, d.h. Kalibrierwert und Kalibrierunsicherheit.

Ausstellung eines Kalibrierscheines

Der Kalibrierwert für den Kalibriergegenstand wird zur Messwertkorrektur verwendet. In Verbindung mit einer Normalhistorie lassen sich Aussagen über die Zuverlässigkeit des Kalibriergegenstandes treffen.

Im Gegensatz zur Justierung wird die Abweichung zwischen Kalibriergegenstand und Referenznormal nicht beseitigt. Der Begriff Kalibrierung umfasst keine Aussagen zur Einhaltung vorgegebener Spezifikationen (Messtoleranzen), dies ist Gegenstand einer Prüfung.

Ein bekanntes Beispiel ist das Kalibrieren einer Waage durch Auflegen einer Normalmasse. Unter Berücksichtigung systematischer Einflüsse (Messabweichung der Normalmasse, Luftdruck, Temperatur, Auftrieb) und zufälliger Einflüsse wird die Anzeige des Kalibriergegenstandes Waage mit der Maßverkörperung Normalmasse verglichen. Um eine Aussage über den Einfluss zufälliger Einflüsse treffen zu können, wird die Messung hinreichend häufig durchgeführt und statistisch bewertet.

Metrologie

Die Metrologie ist die Lehre von den Maßen und Gewichten.

Die Festlegung und Kontrolle der Maße und Gewichte ist ein hoheitliches Recht, das heute in der Regel von staatlichen Instituten (Physikalisch-Technische Bundesanstalt, Deutsches Institut für Normung, CEN Europäisches Komitee für Normung);
(in der Schweiz: Bundesamt für Metrologie und Akkreditierung) wahrgenommen wird. Die Maßeinheiten sind international einheitlich festgelegt (SI).

Die Metrologie ist nicht zu verwechseln mit der Meteorologie, der Wetterkunde, und hat auch nichts mit Metros zu tun.
 Eichamt

Die Eichämter der Bundesländer sind in Deutschland für das gesetzliche Messwesen zuständig (verstaatlicht 1912). Hauptaufgabe ist die Überwachung und Eichung von Messgeräten, die aufgrund ihrer Verwendung der Eichpflicht unterliegen. Die Eichämter unterstehen organisatorisch dem Wirtschaftsministerium des Landes und sind an Richtlinien der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt gebunden.

Aufgaben

  • Eichung von Taxametern, Zapfsäulen, Tankfahrzeugen, Waagen, Gewichten (Einzelhandel), medizinischen Messgeräten
  • Aufsicht über die staatlich anerkannten Prüfstellen, bei denen Verbrauchsmessgeräte (Wasserzähler, Gaszähler, Elektrizitätszähler, Wärmezähler) geeicht werden
  • Zulassung und Überwachung von Messgeräten für das Eichen (Prüfstände) und Eichung von Normalen
  • Durchführung von Befundprüfungen an Messgeräten
  • Überwachungen von Fertigpackungen nach Gewicht bzw. Volumen
 Normal

Ein Normal hat die Aufgabe, die internationale Vergleichbarkeit der SI-Einheiten (und anderer Grundeinheiten) bzw. die Einhaltung gesetzlicher Forderungen im geschäftlichen Verkehr (Eichgesetz) zu garantieren.

Normale sind Vergleichsgegenstände oder präzise Messgeräte, die zur Kalibrierung anderer (weniger genauer) Messgeräte dienen.

Normale nächst höherer Ordnung (NHO) ("Normale 2. Ordnung") sind noch genauere Messgeräte, die wiederum zur Kalibrierung anderer Normale dienen.

Solche Normale können sein:

Maßkörper (Maßverkörperungen, auch als Etalon bezeichnet), Messgeräte,

Referenzmaterial oder Messsysteme und sollen die jeweilige Einheit (bzw. einen oder mehrere Größenwerte) festlegen, verkörpern, bewahren oder reproduzieren. Wichtig sind z.B.:

  • 1 Meter als Längennormal
  • 1 Kilogramm als Masse-Normal
  • 100 Ohm als Widerstands-Normal
  • Cäsium-Atomuhr oder Wasserstoffmaser mit
  • zugehörigem Frequenzzähler und Zeitzeichen
  • Gewindenormal.

Als Nationales Normal dient jenes Normal, das in einem Staat per Gesetz als Basis zur Festlegung der Werte aller anderen Normale der betreffenden Größe anerkannt ist.

Vom Urkilogramm existieren zahlreiche, hochpräzise Kopien in wichtigen Ländern. Von diesen werden - hauptsächlich für Eichzwecke - weitere Arbeitskopien hergestellt.
Sie werden für die Arbeit vor Ort weiter untergliedert, z.B. für Gewichte in 500 Gramm, 250 g, 100 g, 50 g, 20 g, 10 g usw.

 Justierung

Unter Justieren versteht man das exakte Einstellen einer Messgröße oder Anzeige eines Instruments durch einen fachmännischen Eingriff in das Meßsystem.

Beispiel Waage: Justierung mit Prüfgewicht und Eingriff in die Mechanik der Waage, bzw. mit einem Justierprogramm.

Beispiel Libelle: Justieren durch Umsetzen der Libelle (bzw. Drehen des Theodolits) um 180°. Die Hälfte des Ausschlags wird mit den Rektifizier- oder Justierschrauben beseitigt (die andere Hälfte ist die Neigung der Unterlage).

Das Justieren ist oft nach Stößen notwendig, oder wenn sich die Umgebungsbedingungen merklich ändern. Bei Messungen, die das Potential eines Instruments ausschöpfen, ist häufige Kontrolle des Justierungszustandes zu empfehlen.
Unter Nachjustierung versteht man ein geringfügiges oder verkürztes Verfahren, das z.B. bei periodischen Temperaturänderungen erforderlich ist.

Mit dejustiert bezeichnet man Messgeräte, Messsysteme, Sensoren etc., die wegen ungenauem oder fehlendem Justieren falsche oder leicht verfälschte Werte anzeigen.

Dejustierte ("verstellte") Instrumente benötigen zur Herstellung der ordnungsgemäßen Funktion einen fachmännischen Eingriff in das Meßsystem, der meist mechanischer oder elektrischer Natur ist.

 Beispiele
  • dejustierte Waage: Justierung mit Prüfgewicht und Eingriff in die Mechanik der Waage, bzw. mit einem Justierprogramm.
  • dejustierte Libelle: Justieren durch Umsetzen der Libelle (180° Drehung auf ca. horizontalem Untergrund, bzw. Drehen des Theodolits) um 180°. Die Hälfte des Ausschlags wird mit den Rektifizier- oder Justierschrauben beseitigt (die andere Hälfte ist die Neigung der Unterlage).

Instrumente 'dejustieren sich oft durch Stöße, Wind usw. - bzw. allgemein durch Änderung der Umgebungsbedingungen. Bei Messungen, die das Potential eines Instruments ausschöpfen, muss man oft den Justierungszustand überprüfe.

 Weblinks

In Österreich werden die Aufgaben des Eichwesens vom Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen wahrgenommen.

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