Mikroskope erschließen unsichtbare Welten

Mikroskope haben sich zu unentbehrlichen Hilfen in Wissenschaft und Technik entwickelt. Für die verschiedensten Anwendungen hat man spezielle Mikroskoptypen entwickelt, die den Anforderungen der jeweiligen Anwender gerecht werden. Die gebräuchlichsten Mikroskoptypen sind: Auflichtmikroskop, Durchlichtmikroskop, Stereomikroskop und Stereo-Zoommikroskop. Für den unerfahrenen Anwender ist es nicht immer einfach sich zurechtzufinden und die richtige Auswahl zu treffen. Die folgenden Erläuterungen sollen eine Hilfestellung geben.

DurchlichtmikroskopDurchlichtmikroskope werden hauptsächlich in der medizinischen Forschung/Untersuchung und in der Biologie angewendet. Sie weisen Vergrößerungen von bis zu 1000fach, teilweise auch mehr, auf. Die meist sehr kleinen und transparenten Objekte wie Zellen, Gewebeproben, Blutproben, Pflanzenschnitte und ähnliches werden auf einem Objektträger platziert, von unten durchleuchtet und von oben Betrachtet. Weitere Anwender machen sich das Durchlichtmikroskop zu Nutze, in dem sie, nicht durchsichtige Objekte, so dünn schneiden oder so dünne Schliffe anfertigen, dass die Internstrukturen wieder im Durchlichtmikroskop betrachtet werden können. Ein hochwertiges Beleuchtungssystem ist in diesen Mikroskopen bereits integriert.

10418_0-5B1-5DAuflichtmikroskope werden unter anderem in den Materialwissenschaften in der Industrie bei der Qualitätssicherung und als Montagehilfe angewendet. Die Objekte sind Lichtundurchlässig und vielfach räumlich. Hier liegt das Augenmerk auf den Oberflächenbeschaffenheiten, Körnungen, Gewebe, elektronischen Platinen und Bauteilen usw. Man betrachtet die Objekte von oben und das Licht kommt bei diesen Anwendungen auch von oben oder seitlich von oben. Auflichtmikroskope haben meistens eine Vergrößerung von ca. 7 bis 45 fach. Da die Objekte beliebig geformt sein können, bieten diese Mikroskope einen Arbeitsabstand von bis zu 10 cm, abhängig von der eingestellten Vergrößerung. Will man größere Objekte untersuchen, dann bieten sich Mikroskope mit Schwenkarm an. Diese erlauben es das Mikroskop am Stativ seitlich weg zuschwenken und eröffnen damit die Möglichkeit, Oberflächen größerer Objekte auf Risse, Kratzer, Ablagerungen und ähnliches zu untersuchen. Auflichtmikroskope sind meistens Stereomikroskope d. h. sie sind so konstruiert, dass sie den beiden Augen ein leicht unterschiedliches Bild zuführen, sodass man Höhen und Tiefen stereoskopisch, also räumlich, sehen kann. Zoommikroskope erlauben es den gesamten Vergrößerungsbereich stufenlos zu überstreichen. So kann man schnell von einer geringen Vergrößerung, in der man sich überblickartig orientiert, zu einer stärkeren Vergrößerung stellen, um sich Details genauer zu betrachten.

Ein stark durch die Anwendung geprägtes Mikroskop ist das metallurgische Mikroskop. Es ist ein Auflichtmikroskop bietet aber eine Vergrößerung bis zu 400fach und eröffnet damit die Möglichkeit feine interne Strukturen und Einschlüsse in Metallen zu betrachten.

Beleuchtungen für Mikroskope.

Mikroskop BeleuchtungUm Objekte gut zu Beleuchten gibt es Ringleuchten und Kaltlichtquellen. Ringleuchten werden mittels eines Adapterringes am Objektiv des Mikroskops befestigt und leuchten somit direkt aus Blickrichtung auf das Objekt. Hat man komplexere Objekte ist eine Kaltlichtquelle die richtige Wahl. Bei diesen Beleuchtungen wird das Licht in einem separaten Gehäuse erzeugt und mittels zweier Lichtleiter in sog. Schwanenhälsen zum Objekt geführt. Somit wird immer eine optimale Ausleuchtung erreicht.

Dokumentation und Vermessung von Mikroskopbildern

Mikroskop KameraMöchte man die Bilder dokumentieren so verwendet man zu diesem Zweck Kameras die speziell dafür entwickelt wurden. Es gibt Mikroskope, die haben eine Kamera bereits fest integriert. Andere haben für diese Option einem dritten Tubus, dann nennt man sie nicht mehr Binokular sondern Trinokular, in den man eine geeignete Mikroskope Kamera einstecken kann. Mit Hilfe der Kamera können Bilder, auch bewegte, zur Dokumentation auf einem Computer gespeichert werden. Mit zugehöriger Software können die Bilder in vielfältiger Weise bearbeitet und auch vermessen und gespeichert werden.

Mikroskop ObjektivDie Vergrößerung eines Mikroskops ergibt sich aus dem Produkt der Vergrößerung des Objektivs und des Okulars. Um einen raschen Wechsel verschiedener Vergrößerungen zu ermöglichen sind viele Mikroskope mit einem drehbaren oder umschaltbaren Objektivrevolver ausgestattet, so kann man schnell zwischen mehreren Vergrößerungen umstellen. Muss die Vergrößerung für eine Arbeitsaufgabe angepasst werden bieten sich für viele Mikroskope als Zubehöre verschiedene Okulare oder Vorsatzlinsen zur Anpassung der Vergrößerung an.

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Mikroskope und Beleuchtung von ATP Messtechnik GmbH