Das UCI-Härteprüfverfahren

Das UCI (Ultrasonic Contact Impedanz) Härteprüfverfahren

Das UCI-Verfahren (Ultrasonic Contact Impedanz) wird seit vielen Jahren erfolgreich in der Härteprüfung eingesetzt.
Funktionsprinzip
Ein Stab wird in Längsrichtung zu Schwingungen angeregt. An einem Ende sitzt ein Vickersdiamant, dieser wird auf den zu prüfenden Werkstoff gedrückt. Die definierte Last F wird dabei über eine Feder aufgebracht. Der Stab schwingt mit seiner Eigenresonanzfrequenz, die im Wesentlichen von seiner Länge abhängt. Dringt der Vickersdiamant in die Probe ein, kommt es zur Dämpfung dieser Schwingung. Damit ist eine Änderung der Resonanzfrequenz verbunden, die leicht gemessen werden kann.
Die Dämpfung des Stabes und damit die zu messende Frequenzänderung hängt von der Größe der Kontaktfläche von Diamant und Probe ab und damit bei fester Prüflast von der Härte der Probe. Aus der bekannten Prüflast, der gemessenen Frequenzänderung und den gespeicherten Kalibrierwerten, zur Berücksichtigung des E-Moduls, wird die Härte des Werkstoffes berechnet.
Die Vorteile des UCI-Härteprüfverfahrens liegen in der leichten und sehr guten Reproduzierbarkeit der Härtewerte, da die gesamte Kontaktfläche in die Messung eingeht und nicht nur eine Diagonale deiner Vickerspyramide oder einem Kugeldurchmesser (Brinell) vermessen wird. Die Messung einer Frequenzänderung ist zudem frei vom subjektiven Urteil eines einzelnen Anwenders und sehr schnell durchführbar.
Härtevergleichsplatten werden zur Gerätekalibrierung eingesetzt.
Anspruchsvoll, zuverlässig, einfach zu bedienen und leicht in der Handhabung!
Die wichtigsten Vorteile:
  • Leicht, kompakt, komfortabel und einfach zu bedienen
  • Sehr hohe Messgenauigkeit, durch eine 2-Punkt Kalibrierung mit zertifizierten Härtevergleichsplatten
  • Ideal für die Anwendung an dünnen oder schwer zugänglichen Materialien
  • Hochexakte Härtemessung
  • Digitale Anzeige des Messwertes
  • Direkte Umwertung und Anzeige in verschiedenen Härteskalen
  • Kalibrierfähig auch auf Messwerte außerhalb der üblichen Bandbreite
Besonderheiten:
  • Keine Einschränkungen in der Masse und Form der zu prüfenden Materialien
  • Kaum sichtbare Eindrücke auf Oberflächen (Spiegelflächen, Kurbelwellenzapfen, Messer)
  • Mit der flexiblen Prüfsonde sind Messungen auch an schwer zugänglichen Stellen möglich
  • Kompaktes Gehäuse, modernes Design und durchdachte ergonomische Eigenschaften
 

Typische Anwendung für diese Geräte

Präzisionsstativ für AD-11 und 12

Auf Gerüsten, zur Prüfung großer Behälter und Rohrleitungen, oder an Prüfstücken an jedem beliebigen Ort. Die kleinen und schmalen Handmesssonden erlauben Messungen auch an schwer zugänglichen Stellen, wie z.B. bei Zahnrädern an den Zahnflanken oder im Zahngrund. Die Positionierung ist hierbei frei wählbar.

Mehrere Modelle zur Auswahl:

UCI Härtemessgerät UCI-1500
UCI-1500

Die Geräte AD-12-102, AD-11-100-98 und die UCI-1500 Härteprüfgeräte unterscheiden sich wesentlich von traditionellen Härteprüfgeräten. Anstelle der Vermessung eines Prüfabdruckes (Vickers / Brinell), mittels optischem Messsystem oder einer Tiefendifferenzmessung (Rockwell), nutzt dieses Verfahren ein gänzlich anderes physikalischen Prinzip: das UCI Prinzip!

Die Geräte AD-12-102, AD-11-100-98 sowie das UCI-1500 sind sehr einfach in der Handhabung. Die Bedienung erfordert keine speziellen Kenntnisse in der Härteprüfung. Der Härtewert kann in allen üblichen Skalen (HV, HB, HR) angezeigt werden. Zwischen diesen kann durch einfachen Tastendruck umgeschaltet werden.

UCI Härteprüfgerät AD-12
AD-12-102

Der aktuelle Messwert und die Skala wird ständig an dem großen Display angezeigt. Um eine Härteprüfung durchzuführen, wird die Prüfsonde gegen das Prüfstück gedrückt und dort für einige Sekunden gehalten. Unmittelbar nach Beendigung der Messung erfolgt die Anzeige des Härtewertes entsprechend der gewählten Härteskala. Eine Kalibrierung kann auf einfache Weise, innerhalb kurzer Zeit, durch den Anwender erfolgen. An einer Härtevergleichsplatte, bei der die Härte exakt bekannt ist, wird der Prüfvorgang durchgeführt. Sobald das Gerät die Messung abgeschlossen hat, wird für diese Messung (dem Kalibrierwert) der auf der Härtevergleichsplatte genannte Wert eingegeben. Durch die Speicherung mehrerer Kalibrierlinien können individuelle Prüfsituationen realisiert werden: Von der Standard-Härteprüfung bis hin zu speziellen Anwendungen, wie Schweißnahtprüfungen oder auch Verwechslungsprüfungen beim Wareneingang. Durch diesen Freiheitsgrad in der Kalibrierung können auch Messwerte einkalibriert werden, die außerhalb sonst üblicher Verfahren liegen.

Das Gerät ist sehr gut geeignet für die Prüfung und Qualitätskontrolle innerhalb einer Produktionskontrolle. Es ist leicht und portabel und kann mit wiederaufladbaren Batterien und Ladegerät betrieben werden.